SENDATE Secure-DCI

sendate-optische-verbindung

Sichere und flexible Verbindungen in Datenzentren

Optische Kabel

Mit Hilfe optischer Technologien wird eine neue Architektur zur Vernetzung von Datenzentren entwickelt

Laufzeit

06/2016 – 05/2019

EUR
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Gesamtförderung

Das Projekt SENDATE-Secure-DCI

Wenn es um Kommunikation und Cloudbasierte Anwendungen im Internet geht, sind große Datenzentren die wichtigste Schaltzentrale. Sowohl Verarbeitung und Auswertung, als auch die Weiterleitung von geschäftlichen und privaten Daten finden darin statt. Trotz großer Speicherkapazitäten beanspruchen zukünftige Kommunikationsanwendungen, wie Industrie 4.0, autonomes Fahren oder Telemedizin ein zu großes Datenvolumen. Da die Datenzentren zusätzlich meist weit entfernt liegen, kommt es einerseits zu Bedenken hinsichtlich der Flexibilität und der Sicherheit der Daten, andererseits auch zu Verzögerungen beim Anwender. Im Hinblick auf die gegenseitige Abstimmung von Fahrzeugen darf so etwas natürlich auf keinen Fall passieren.

Um etwa solche Szenarien erst überhaupt nicht zu riskieren, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) SENDATE ins Leben gerufen. In fünf Projekten erforscht und entwickelt auch Uniscon mit Partnern aus vier europäischen Ländern Technologien, die viele kleine Datenzentren zu einer flexiblen und leistungsstarken Einheit vernetzen. Das Projekt soll bis Mai 2019 laufen.

Herangehensweise

Im Rahmen von SENDATE-Secure-DCI erforschen die Teilnehmer des Projekts, wie sich durch die erweiterte Nutzung von optischen Technologien der Datensatz innerhalb und zwischen Datenzentren bei gleichzeitig deutlich kleinerem Energiebedarf verzehnfachen kann. Elektrische Routingschritte werden dabei überflüssig, da ein neuer optischer Schalter die Server in den verschiedenen Datenzentren direkt verbinden soll. Mittels einer neuen Architektur zur Vernetzung von Daten soll zusätzlich eine schnelle, flexible und anwendungsorientierte Platzierung und Verarbeitung von Daten ermöglicht werden. Ziel ist es zudem, Rechner-, Speicher- und Netzressourcen bestmöglich abzustimmen, wozu softwarebasierte Netzwerklösungen genutzt werden.

Darüber hinaus erforscht SENDATE-Secure-DCI, wie sich die Daten auf der optischen Übertragungsebene vor Dritten schützen lassen. So teilt sich etwa die Information über verschiedene Pfade auf und fügt sich erst beim Empfänger erneut zusammen, wo es auch zur Entschlüsselung der Daten kommt. Anders als heute gängige Verschlüsselungsmethoden wird daran gearbeitet, Systeme zusätzlich gegen zukünftige Quantencomputer zu schützen.

Neue Perspektiven

Die innovative Architektur, welche verteilte Datenzentren extrem schnell und flexibel zu einem Ensemble verbindet und vernetzt, schafft eine Basis für neue Cloud-Dienste und Industrie-4.0-Anwendungen. Dadurch bietet sich die Möglichkeit, Applikationsszenarien mit einer Datenverarbeitung nah am Nutzer zu verwirklichen, sodass gleichzeitig nur sehr kurze Verzögerungen und trotzdem eine hohe Verfügbarkeit möglich sind. So zum Beispiel in der Telemedizin, die sich ebenfalls auf die Cloud stützt. Mehrere verteilte Ärzteteams könnten somit gemeinsam eine Operation durchführen. Um die Sicherheit bereits auf der Verbindungsebene, also der Bitübertragungsschicht, dem sogenannten physical layer, zu gewährleisten, soll eine Absicherung der Übertragung von Daten auf der physikalischen Ebene in Secure-DCI erforscht werden.

Weiterführende Information

SENDATE-SECURE-DCI (BMBF)

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