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7. 01 2013

Am besten selbst auf persönliche Daten im Netz aufpassen

München, 19. Dezember 2012. Das Recht auf Vergessenwerden soll sicherstellen, dass Informationen mit einem Personenbezug nach Ablauf einer bestimmten Frist automatisch gelöscht werden. Dadurch sollen der Datenschutz und die informationelle Selbstbestimmung gewährleistet werden. (1) Experten warnen aber, dass sich dieses Recht, das auch in der EU-Datenschutzreform verankert werden soll, sich von zentraler Stelle technisch gar nicht oder nur mit großen Lücken sichern lässt (2). Wer nicht auf die wahrscheinlich lückenhafte Absicherung durch die EU warten will, kann daher nur zur Selbsthilfe greifen. Relativ einfach ist das mit IDGARD möglich, einem
Schutz für private Daten von Uniscon.
Das „Recht auf Vergessenwerden“ im Internet will die EU in eine praktische Regelung gießen. Zuständig ist die EU-Agentur für Informationssicherheit (Enisa). Dieses Vorhaben stößt nach Einschätzung der Agentur auf technische Probleme, von politischen Hürden ganz zu schweigen. Ein kürzlich veröffentlichter Bericht der Enisa besagt, eine technische Lösung sei praktisch „unmöglich“. Als Behelfslösung schlagen die Autoren des Berichts vor, die EU-Staaten sollten von Suchmaschinen-Betreibern verlangen, ältere personenbezogene Daten herauszufiltern und nicht mehr anzuzeigen. Selbstverständlich wären diese Informationen dann weiter im Web zu lesen. Sie wären lediglich schwieriger zu finden.

Um das Recht auf Vergessenwerden sofort auf sinnvolle Art umzusetzen, entwickelt das Münchner Unternehmen Uniscon derzeit technologische Lösungen zum Schutz der privaten Daten im Netz. Sie setzt darauf, möglichst wenige sensible Daten unkontrolliert ins Internet fließen zu lassen. „Die technische Entwicklung ist so schnell, dass es dem Gesetzgeber nicht möglich ist, die Realität des Internets in angemessener Zeit adäquat in der Datenschutzgesetzgebung abzubilden,“ so Dr. Ralf Rieken, Mitgründer und Geschäftsführer von Uniscon. „Deshalb müssen wir Datensammlern mit technischen Lösungen Grenzen setzen und dem Anwender die Kontrolle über seine Daten zurückgeben. Die Entwicklung von technischen Schutzlösungen, wie unser Dienst IDGARD, ist umso wichtiger, da wir uns im Internet global bewegen und agieren, die Gesetzgebung hingegen nur national oder EU-bezogen wirken kann.“

Wer als Nutzer IDGARD installiert, dessen Privatsphäre bleibt durch eine Reihe von langfristig wirksamen und zu Ende gedachten Sicherheitsvorkehrungen gewahrt. Der Service sorgt beispielsweise dafür, dass statt der individuellen IP-Adresse des Nutzers eine vereinheitlichte angezeigt wird. Alle Daten des Nutzers bleiben jedoch in Deutschland. Zudem blockiert IDGARD das Speichern des Verlaufs besuchter Websites sowie das von Langzeit-Cookies auf dem Computer. Das mitgelieferte Add-on integriert sich als Toolbar in den Webbrowser. Der Nutzer wählt darin mit einem Klick aus, wie stark geschützt er surfen möchte. Er wählt dabei zwischen den drei unterschiedlichen Modi „Incognito“, „Normal“ und „Open“. Privatnutzer können beispielsweise im Normal-Modus bequem etwa Online-Shops oder soziale Medien wie Facebook und twitter nutzen. Nutzer haben es dabei trotzdem selbst in der Hand, welche persönlichen Daten sie über sich preisgeben; heimliche Datensammelei durch Dritte wird durch IDGARD verhindert.