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30. 01 2012

Googles aktualisierte Datenschutzerklärung ist ein Anfang, aber nicht genug.

Uniscon: „Google weiß viel zu viel über uns.“

„Die am 27. Januar 2012 aktualisierte Datenschutzerklärung von Google zeigt, dass das Unternehmen erkannt hat, dass es die Bedenken seiner Kunden ernst nehmen muss“, meint Hubert Jäger, IT-Sicherheitsexperte und Geschäftsführer der Uniscon GmbH. Trotzdem bleibt: „Google selbst sieht und weiß alles, was wir in seinen Diensten tun – sei es in der Suchmaschine, Google Mail oder in You Tube.“ Erst, wenn Google selbst als Betreiber dieser Angebote keinen Einblick in die Daten hat, könne „der User sicher sein, dass seine Daten geschützt sind.“ Von einer solchen „für den Internetnutzer so wichtigen Betreibersicherheit“ sei das Unternehmen jedoch „weit entfernt“. So müssen wir weiterhin, erklärt Jäger, „dem Unternehmen und dessen Sicherheitsmaßnahmen vertrauen.“

Der Suchmaschinen-Betreiber Google sammelt über seine Produkte User-Daten und erstellt personalisierte Profile, um laut Eigenaussage des Unternehmens „seine Dienste noch nutzerfreundlicher gestalten zu können.“ Das macht es für uns User bequemer. Sobald wir bei Google angemeldet sind, lassen sich zum Beispiel die Suchergebnisse unseren Vorlieben und Interessen anpassen – wir finden meist schneller, was wir suchen.

Wie Google mit diesen Daten umgeht, „liegt größtenteils im Ermessen des Unternehmens“, betont Jäger. Zum Beispiel würden personenbezogene Daten auf Servern in den USA und anderen Ländern verarbeitet, was den deutschen Datenschützern „zu Recht missfällt“. Außerdem entscheide immer noch Google und nicht der User, wer als vertrauenswürdiger Partner anzusehen ist, dem das Unternehmen Kunden-Daten übermittelt.

Die Worte „nach Treu und Glauben“ kommen Jäger in der Datenschutzerklärung „bei solch wichtigen Entscheidungen, viel zu schwammig“ vor: „Die Kontrolle der Daten muss bei den Usern liegen“, meint er, „nicht bei den Dienstanbietern.“